Die Chevrolet Corvette C6 (2005-2013)

Die US-Ikone, die Porsche das Fürchten lehrte.

Die von 2005 bis 2013 gebaute Corvette C6 ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein echter Klassiker der Moderne. Mit ihr verabschiedete sich Chevrolet endgültig vom Image des reinen Geradeaus-Boliden. Die C6 wurde schlanker, knackiger und schielte mit einem völlig neuen Selbstbewusstsein auf die europäische Sportwagen-Elite.

Das auffälligste Merkmal zum Start? Das Ende der legendären Schlafaugen. Erstmals seit 1962 verbaute GM wieder offene Scheinwerfer – ein Statement für bessere Aerodynamik und moderne Performance.
Unter der langen Haube schlägt das Herz eines echten amerikanischen Verwandlungskünstlers. Die C6 startete mit dem 6,0-Liter-LS2-V8 und 404 PS, bevor 2008 der legendäre LS3-Motor mit 6,2 Litern Hubraum und 436 PS übernahm. Wer den absoluten Rausch suchte, griff zur Z06 mit dem monumentalen 7,0-Liter-LS7-Triebwerk (512 PS) oder zur kompressorgeladenen ZR1, die mit 647 PS die 330-km/h-Schallmauer durchbrach. Dank der konsequenten Transaxle-Bauweise (Motor vorn, Getriebe hinten) bietet die C6 eine nahezu perfekte Gewichtsverteilung. Gepaart mit einem extrem leichten Chassis aus Verbundstoffen sprintet selbst das Basismodell in gut 4,3 Sekunden auf Tempo 100. Die C6 ist ein puristischer Sportwagen, der den Spagat zwischen bezahlbarem Alltagskomfort und brutaler Rennstrecken-Performance wie kaum ein zweiter beherrscht.